• Über mich

      Schön, daß Sie den Weg hierher gefunden haben. Hier in der gebotenen Kürze praktisch alles irgendwie Wissenswerte über meine Person: Geboren in Augsburg, bewohne seit, wenn ich mich recht erinnere, 2005 Hamburg. Wenn ich den Zeichenstift fallen lasse, nehme ich meist sofort den Schreibstift oder das Trommelstöckchen in die Hand. Die Produkte beider Tätigkeiten werden gern und regelmäßig im Rahmen von Konzerten und Lesungen einer staunenden Öffentlichkeit vorgetragen (siehe Links). Zeichnen schon seit knapp nachdem die Windeln abkamen, später dann noch Theatermaler gelernt, gelegentlich mal eine Ausstellung, usw. Man tut was man kann.
      Wenn es Sie zufällig mal nach Hamburg verschlagen sollte, oder falls Sie zu den Glücklichen gehören, die eh da wohnen, und falls Sie jedenfalls den Wunsch verspüren sollten, mal eins meiner Bilder in echt und natura zu betrachten, dann begeben Sie sich einfach zur Makrele, einer famosen Bar auf dem Kiez (Talstraße, siehe Links). Dort nämlich hängt ein veritabler Riesenschinken rum.
      (das Bild findet sich übrigens unter dem Titel "Fisch Makrele" auch hier in der Galerie).

    • In ebendieser Bar steht übrigens eine Schachtel herum, und in dieser Schachtel gibt es schicke Hochglanzabzüge von einigen meiner Bilder. Die kann man dann kaufen, wenn man eh schon da ist.
      Praktisch, was?
      Jemand, der es wissen muß oder zumindest könnte, schrieb, nachdem ich ihm meine Bilder unter die Nase gehalten hatte dies:
      Thomas Volgmann, geboren 1976 in Augsburg, lebt seit vier Jahren als Theatermaler, Schreiber, Vorleser und Musiker auf St. Pauli. Den außergewöhnlichen Zeichenstil des Künstlers prägt etwas  besonders Wertvolles: Unverwechselbarkeit. Man spürt in den Arbeiten, die ab dem 01. Oktober 2009 in der Makrele ausgestellt werden,  förmlich die spontanen Geistesblitze, das Augenzwinkern und die unkonventionelle Lebenshaltung des Künstlers. Meist mit Bleistift, Tusche, Tinte und Kugelschreiber auf Pappe oder schlichten A4 Blättern verewigt, zeugen die comichaften Abbildungen phantasievoller Tiefseebewohner und Schreckensmonster, urbaner (Alb-) Traumlandschaften und karikierter Gesichter von bissiger Sozialkritik, Morbidität und verstörend trockenem Humor.

    • Beschreibung

      Thomas Volgmann

      Wenn in Volgmanns liebenswert-bizarren Szenarien Menschen Kofferformen zwischen Gitarrencase und Sarg auf den Köpfen tragen, niedliche Kätzchen die Evolution zum Monster durchlaufen und yeti-hafte Viecher auf Transparenten fordern: "Zuchterfolg, jetzt!", dann ist das als würden Alfred Kubin und Gottfried Helnwein im Streichelzoo gemeinsam Meskalin konsumieren.
      Anlaß dieser freundlichen Zeilen war die Ausstellung einiger Arbeiten in der Makrele vom 1.10. bis 5.11.09.



    • THOMAS VOLGMANNTheatermaler | freier Künstler | Illustrator – Elaborat von Julia Staron


    • Die nun folgende kleine Vorstellung meiner Person beziehungsweise grundlegende kunstwissenschaftliche Extremanalyse, wo unter anderem das drinsteht, was ja sowieso längst mal gesagt werden mußte, warum ich nämlich gut bin und meine Bilder toll, dieses fabelhafte Elaborat also hat Julia Staron verfaßt. Mehr zu ihr in den Links.

      geb. 1976 in Augsburg, hat aufgrund einer Werbeallergie das Studium des Grafikdesigns nicht zu Ende geführt, sondern sich schlussendlich für die Ausbildung zum Theatermaler (am Augsburger Theater) entschieden. Mit Hamburg verbindet ihn aber noch viel mehr als seine Arbeit an den Bühnen: Schauspielhaus, Staatsoper und Ernst-Deutsch-Theater. Denn Thomas Volgmann kann sich manchmal vor seiner eigenen Vielfalt kaum retten. Sein künstlerisches Ausdrucksinteresse schreckt kaum vor einer Gattung zurück.
      Ob als Taktgeber am Schlagzeug bei der Kapelle Herrenweide, als Mit-Autor und Mit-Interpret des anarchistischen Literaturprojektes "Leserpistole" oder eben als freier Künstler und Illustrator.

    • Seine Arbeiten erinnern mit ihrer Strichführungen und dem gekonnten Farb-Einsatz an die großen Aguatinta-Lithographien und Radierungen der Kunstgeschichte. Die Motivwahl hingegen deutet auf die Gegenwart – obwohl das ein oder andere den politisch-sarkastischen Goya oder gar politische Flugblätter der 20iger Jahre in Erinnerung ruft.
      Wohlbemerkt handelt es sich bei den Arbeiten im technischen Sinne weder um Radierungen noch Lithographien, sondern um Zeichnungs-Unikate bestehend aus feinsten und teils colorierten Tintenstrichen. Auch wenn eine kleine Auswahl mittlerweile auch als Abzug zu erhalten ist, gibt es tatsächlich stets immer nur ein Original.

      Thomas Volgmann ist ein Sammler und Bergwerkarbeiter zugleich. Am Anfang seines Schöpfungsprozesses steht die Sammlung. Die Ideensammlung entwickelt sich in fast allen Fällen zu einem Problem, weil sie anfänglich einfach nur zu einem Haufen anwächst und dem Künstler ab einer gewissen Größe eigentlich nur bzgl. seines Schuldbewusstseins berührt. Doch dann, wenn die Zeichen günstig stehen und Platz geschaffen werden will, setzt sich Thomas Volgmann einen Helm auf, geht untertage und verarbeitet seine Ideen wie in einem Rausch.

    • Die Inspirationen und Ideen kommen vor überall her. In der Literatur würde man von "Geschichten, die das Leben schreibt" sprechen. Also trägt Thomas Volgmann stets ein Notizbuch bei sich und bringt es gut und gern in den ungewöhnlichsten Situationen zum Einsatz.

      Erste Gedanken, Gesichter in Dingen, Bilder – die einfach nur da sind, Telefonkritzeleien, Traumnotizen. Es ist die ganz persönliche Sicht auf die Welt. Teils lustig, ironisch, messerscharf sarkastisch, böse, analysierend, fragend und hoffnungsgebend. Thomas Volgmann lässt uns damit an einer durchaus unbewußt-analytischen Welt teilnehmen.

      Seine größte Qual ist, wenn ihm aufgrund fehlender Notizmöglichkeiten Ideen verloren gehen. Für Thomas Volgmann fühlt sich ein solcher Fall an, als wäre er um ein Exponat betrogen worden. Diese Qual dürfte sich auf uns übertragen; denn auch wir werden diese Idee nie erfahren können.